Weltkulturerbe in Norwegen

Ferienhaus in Norwegen - Foto (C) MaBoXer
Ferienhaus in Norwegen - Foto (C) MaBoXer

In Norwegen wurden vier Plätze zum Weltkulturerbe der Unesco ernannt. Zum Einen das Händlerviertel „Finnegarden“, welches ein Erinnerungsstück aus der Hansezeit ist. Dieses Museum bei Bryggen ist ein Handelsplatz mit mittelalterlichen Gebäuden. Aber auch die Felszeichnungen in Hjemmeluft / Alta wurden mit dieser Auszeichnung geehrt. Diese Bebilderungen stammen aus der Frühsteinzeit Norwegens und wird der Zeit von 6200 bis 2500 vor Chr. zugewiesen. In Urnes steht als Stabkirche das dritte Monument des Weltkulturerbes, das vierte Weltkulturerbe Norwegens, ist die Bergbaustadt in Roros.

Baukultur Stabkirchen

In Europa wurden während dem Mittelalter sämtliche Kathedralen aus Stein gebaut, nur in Norwegen verwendete man diesen ähnlichem Baustil, allerdings setzte man ihn mit dem wohl am häufigsten verwendeten Material Holz um. Wahrscheinlich entwickelte sich diese Tradition in Anlehnung an die Schiffsbaukunst. Das die Norweger, insbesondere die Wikinger diese Kunst verstanden wurde über Jahrhunderte hinweg in deren Schiffen deutlich. Eine Stabkirche macht nicht alleine die Drachenköpfe oder die aus Holz geschnitzten Eingänge aus, sondern vielmehr die ausgefallene Konstruktion aus eben den, den Namen gebenden „Stäben“ Diese sind es, die das Kirchenschiff bilden und das Gebäude tragen. Norwegenforscher gehen davon aus, dass es circa 750 solcher Stabkirchen gegeben hat. Heute sind davon noch rund 30 zu besichtigen.

Musik liegt in der Luft

Die norwegische Stadt Bergen ist nicht nur wegen der guten Ausgangsposition für Ausflüge zu den Fjorden nahezu ideal, sondern sie hat auch in Hinblick auf Theater und Musikpräsentationen Kulturgeschichte in ganz Europa geschrieben.

Jedes Jahr findet in der Zeit zwischen dem 25. Mai und dem 5. Juni die berühmten Bergener Festspiele statt, sicher ein kulturelles Highlight der Region. Zahlreiche internationale Musikkünstler treffen sich zu diesem wichtigsten Festival Skandinaviens. Im Mittelpunkt steht seit der ersten Veranstaltung in den 50er Jahren, die klassische Musik. Jedoch sind inzwischen auch andere Stilrichtungen hinzugekommen. Ganz Bergen ist während dieser Zeit eine Bühne mit buntem Veranstaltungsprogramm. Festivalleiter ist der frühere Direktor aus der komischen Oper Berlin.

Zu dem Musikangebot gesellen sich Theaterstücke wie zum Beispiel die aus der Feder vom norwegischen Dramatiker Jon Fosse.

Sogar Nachts wird in Bergen während der Festivalwochen die Musik zelebriert, dann überwiegend Jazz. Das Nacht-Jazzfestival setzt auf breitgefecherte Stilangebote. Größtenteils finden diese Konzerte im Kulturhaus, einer früheren Sardinienfabrik, statt.

Norwegische Volkskunst

Auch hier liegen die Anfänge in der Zeit der Wikinger. Was die Wikinger unter anderem auszeichnete ist die absolute Beherrschung der Schiffsbaukunst. Die Boote der Wikinger hatten stets eine klare Linie. Lediglich mit den Namen wurden sie verziert und wie sollte es anders sein, hatten sie häufig eine Drachenkopfform. Doch nicht nur hier bewiesen sie ein besonderes Talent, nein, sie verstanden es auch hervorragend, Gebrauchsgegenstände herzustellen, die wahre Meisterstücke der Schnitzkunst darstellten. Sie verzierten ihre Häuser mit imposanten Schnörkeln, verzauberten alles aus Holz zu wahren Kunstwerken. Zum Ausstellungsstück der Schnitzkunst wurden die Stabkirchen.

Rosenmalerei

Neben der Holzschnitzerei entwickelte sich auch die Rosenmalkunst um Gegenstände des Alltages zu verzieren. Häufig wurden beide Möglichkeiten miteinander kombiniert, in dem die eingeschnitzten Ornamente mit den unterschiedlichsten Farben untermalt werden. Auch wenn man diese Kunstform Rosenmalerei nennt, darf man sich davon nicht täuschen lassen, denn Blumen in Rosenform werden hierbei nur selten gezeichnet. Bauernmalerei würde den Stil besser bezeichnen. Bedauerlicherweise sind die Gemälde nicht gut erhalten geblieben, so dass über deren Ursprung nicht viele Belege vorhanden sind. Wenn man den Vermutungen glauben schenken kann, so stammen sie aus dem frühen 18. Jahrhundert und entwickelten sich aus einer Form der früheren „Raumdekoration“, so sollten sich Innenräume lebendiger und freundlicher präsentieren. Eine weitere Meinung besagt, die Rosenmalerei entstand, als Bauern die Gemälde aus Gotteshäusern kopieren wollten. Wie dem auch sei, der Stil entwickelte sich immer mehr und verbreitete sich, als Geistliche oder Regierungsmitglieder in andere Regionen umsiedelten und die Möbel und Gegenstände mitnahmen. Durch die jeweilige Abgeschiedenheit verankerten sich individuelle Richtungen.

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