Campingplatz M Club Hotel Drawsko Pomorskie in Polen

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Ganz spontan wollten meine Freundin und ich in 2021 über Pfingsten einen Campingtripp machen. Leider stellte sich das in Deutschland als sehr schwierig heraus. Dank Corona Regeln, waren sämtliche Campingplätze an der Nord- oder Ostseeküste geschlossen. Als wir von Freunden hörten, dass diese mit dem Wohnmobil nach Polen wollten und dies scheinbar ohne weitere Probleme möglich sei, schlossen wir uns spontan an.

Die erste Etappe ging auf den Berg zum M Club Hotel Drawsko

Fertig aufgebaut. Das erste mal Zelten

Stolze 500 km entfernt lag unser erster Zielort. Unsere Freunde waren mit ihrem Wohnmobil auf der schönen Campingplatz-Insel Kemping Inter Nos untergekommen und wir wollte möglichst in ihrer Nähe zelten. Der nächste ansprechende Campingplatz lag am Ende des Sees Jezioro Lubie. Eigentlich war uns nicht ganz klar, ob es nun nur ein 4* Hotel ist oder auch ein 4* Campingplatz sein würde. Als wir dort ankamen, checkt wir zunächst für das Wochenende von Freitag spät Abends bis Montag ein. Vom Campingplatz selbst konnten wir bei unserer Ankunft nicht viel sehen. Es war schon später, nach der Dämmerung und wir wollten einfach nur unser Zelt aufstellen und in die Matte fallen.

Teuer war er nicht, der Platz, aber leider noch im Umbau. Zumindest am anderen Ende des Platzes wo sich auch die Sanitäranlagen befanden wurde gearbeitet und Wochenendhäuser gebaut. Es hieß nun für uns, jeden Toilettengang mussten wir über 1.000 Meter laufen, da die andere Seite, wo gearbeitet wurde, gesperrt war. Ausgerechnet dort wo wir uns im Internet einen schönen Platz am Wasser und etwas abgelegen, ausgesucht hatten. Arbeitslärm hatten wir nicht, war ja auch Wochenende. Am Montag Morgen ging es dann aber doch los mit Lärm. Also gönnten wir uns im Hotel noch ein ausgiebiges Frühstück und machten uns auf den Weg an Polens Ostseeküste.

Also blieb uns nur die eine freie Seite des Platzes. Mitcamper hatten wir kaum. Am nächsten Morgen stellten wir fest, das lediglich 2 Wohnwagen dort standen und im Laufe des Tages noch 3 dazukamen. Aber alles sehr ruhige Polen. Und so blieb es auch. Wirklich sehr entspannend. Am Samstag machten wir uns mit den Fahrrädern auf um unsere Freunde auf Ihrer Insel zu besuchen. Es gibt ausgezeichnete Fahrradwege hier in Polen, wobei das ausgezeichnet sich lediglich auf die Beschilderung – bzw. Markierungen bezieht. Der Weg zur Camping-Insel ist der mit der roten Markierung!

Rot bedeutet auch Gefahr! Genau so könnte man diesen Fahrradweg bezeichnen. Querfeld ein! Tiefste Schlaglöcher, bei denen man nicht testen möchte, wie Tief die wirklich sind und Pflastersteine, die wohl mal ein Kopfsteinpflaster vor 100 Jahren gewesen sein sollten. Dieser Strecke hat uns und unseren Rädern wirklich alles abverlangt. Die Alternative wäre eine Tour auf der Hauptstraße gewesen, ohne separaten Fahrradweg.

Nebensaison, fast nichts Los hier aber auf der Insel

Als wir dort ankamen, waren wir wirklich begeistert. Geld-Wechsel-Stube auf dem Platz. Tolle Sanitäreinrichtung und wirklich sehr viel Platz. Die Camper müssen mit einer Fähre übersetzen. Für Fußgänger gibt es eine kleine Brücke. Zunächst haben wir uns dort umgeschaut und viel zu Quatschen gehabt. Wir kamen dann auf die Idee zu dem Lokal auf dem Festland zu gehen, welches auch dem Betreiber des Platzes gehört. Karczma Tyrolska u Martina, was soviel wir Tiroler Gasthaus auf polnisch heißt, haben eine kleine Pension mit Restaurant. Und das hat es in sich. Sehr günstige Getränke und dazu hervorragend zubereitete leckere preisgünstige Speisen. Insgesamt waren wir zweimal dort zum Essen. An dem einen Tag hatte Martina (Wirtin vom Tiroler Gasthaus) Geburtstag. Es gab Spanferkel und Wildschwein vom Grill, Salate und Wildschwein Burger. Der Preis? Lächerlich günstig! Es hat richtig Spaß gemacht, die Menschen dort, Angestellte wie Gäste, waren sehr freundlich und nett.

Wir sind dann auch etwas leicht versackt und wollten mit unseren Fahrrädern eine „Abkürzung“ auf einem Feldweg nehmen. Viel schlimmer als der „rote Weg“ wäre ja nicht mehr möglich gewesen. STOP, doch es geht. auf dem Feldweg konnten wir zwar noch zwei Kilometer einsparen, aber der Weg führte dann direkt in einen Wald und war je zu Ende, als der erste Baum quer über diesen lag. Dann noch einer und noch einer. Am Ende haben wir unser Drahtesel geschultert und sind quer durch den Wald zur nächsten Lichtung gestiefelt. Geschafft haben wir es und waren auch geschafft. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht und der Tag war ein tolles Erlebnis.

Abreise Richtung Ostsee nach Swinemünde

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Nicht ganz mit schweren Herzens reisten wir bereits am Montag ab. Uns war klar, den Baulärm jeden Tag zu haben, würde uns nicht gefallen, also gönnten wir uns ein gutes Frühstück im Hotel, bevor wir uns auf den Weg Richtung Swinemünde machten.

Also gleich mal eine Warnung von mir, nach meinem persönlichen empfinden. Camping Nr 44 „Relax“ Swinoujscie ist nur etwas für eine Nacht, wenn überhaupt. Als wir nach einer anstrengenden Autofahrt dort ankamen, wollten wir nicht bleiben. Im Zelt, mitten in der Stadt zu schlafen, macht keinen Sinn – viel zu laut. Eine Hütte dort mieten, kam nach einer Besichtigung auch nicht mehr in Frage. Wir sind für eine Nacht in ein Hotel gezogen und haben uns am nächsten Tag wieder auf den Weg gemacht und sind dann auf dem Campingplatz Bialy Dom gelandet. Dazu gibt es einen Extra Artikel, weil der Platz sich das verdient hat nicht mit Camping Nr 44 „Relax“ genannt zu werden, zu weit ist da der Unterschied in Qualität und Komfort.

Der Autor maboxer
Über maboxer 3 Artikel
Ich sammel hier für mich und für die Betriebskosten dieses Blogs! Ja, ich weiß, das ist eine Frechheit, oder! Was ich nach den vielen Jahrzehnten körperlicher, schwerer Arbeit an Rente bekomme, versuche ich es einfach und Frage die Community . Flaschen sammeln machen schon so viele Rentner, da ist für mich auch nichts mehr zu holen.

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